Abschied - der kleine Bruder vom Tod

Ein französisches Sprichwort sagt: „Abschied nehmen bedeutet immer ein wenig sterben.“ Das können viele Menschen nachempfinden. Das Leben erscheint wie eine Aneinanderreihung von Momenten, Phasen und Abschnitten. Immer wieder müssen wir eine Sache gehen lassen und verabschieden, damit die nächste kommen kann. Wenn ein Lebensabschnitt endet, sei es Schule, Ausbildung oder Studium, dann trennen sich auch die Wege von Freunden und Wegbegleitern. Wir sagen Lebewohl und sind traurig beim Abschied, denken wehmütig zurück an die gemeinsamen Erlebnisse und möchten diese nicht missen. Und doch wartet schon etwas Neues auf uns, wenn wir den nächsten Abschnitt beginnen. Besonders einschneidend und schmerzhaft ist das Ende einer Partnerschaft, Freundschaft oder Ehe. Je intensiver und stärker die Bindung war, desto trauriger ist der Abschied. Gleichwohl wir mitten im Leben stehen, fühlt es sich an, als würde etwas in uns sterben. Doch wenn wir etwas beenden, birgt dies immer die Chance für einen Neuanfang. Wir vergessen das in dem Moment der Trauer, denn es ist zu früh. Hoffnungsvolle Gedanken an die Zukunft können noch keinen Raum finden. Es scheint, als müssten wir viele kleine Tode sterben. Pragmatisch betrachtet können wir also unser ganzes Leben lang den Tod üben – aber auch immer wieder den Neuanfang, selbst wenn wir nicht an Wiedergeburt glauben. Foto: AdobeStock #177676027 von parallel_dream

Immer wieder

Der Winter ging, der Sommer kam.
Er bringt aufs Neue wieder
Den vielbeliebten Wunderkram
Der Blumen und der Lieder.

Wie das so wechselt Jahr um Jahr
Betracht ich fast mit Sorgen.
Was lebte, starb, was ist, es war
Und heute wird zu morgen.

Stets muss die Bildnerin Natur
Den alten Ton benützen
In Haus und Garten, Wald und Flur
Zu ihren neuen Skizzen.
(Wilhelm Busch)

Der Frühling ist da …

Die Natur erwacht, die Tage werden länger, dem Glückshormon Serotonin wird durch Sonnenstrahlen ordentlich eingeheizt. Also nichts wie raus, den Winterblues abschütteln und durchstarten.

Besonders wenn man in der dunklen Jahreszeit einen Angehörigen verloren hat, ist jetzt eine gute Zeit, wieder Hoffnung zu spüren und dem Verlust und der Trauer etwas entgegenzusetzen: Lebensfreude! Der Gang auf den Friedhof hilft hierbei im Frühling und Sommer ungemein, denn alles ist auf „positiv“ gestellt.

Im Wonnemonat Mai blüht es überall, die Vögel zwitschern lebensfroh und die Menschen sind wieder unterwegs. Begegnungen sind wieder möglich – gerade auf dem Friedhof! Hier kann jeder einfach nur die grüne Oase genießen. Oder noch besser: selbst Hand anlegen und das Grab des Verstorbenen für die nächsten Monate zur blühenden Landschaft machen. Trauerarbeit von ihrer besten Seite!

Ewas gewagt könnte man auch sagen: „Der Frühling ist der Sieg des Lebens über den Tod.“

Probieren Sie es doch mal aus!

Bild: #292755182 – von Nataba – stock.adobe.com

Unbeschwert? Nicht ganz leicht!

Die Sorglosigkeit der Kindheit verblasst im Laufe des Lebens. Leider! Einfach in den Tag hineinleben, immer in spielerischer Absicht, im gegenwärtigen Moment sein und eigentlich nur darüber nachdenken, was als Nächstes Spaß bringen könnte. Später in der Jugendzeit dieses Gefühl von „Mir kann doch sowieso nichts passieren“ – unverwundbar, unbesiegbar, ewig jung und stark.
Die meisten von uns machen im Laufe des Lebens die Erfahrung, dass wir leider nicht unbesiegbar, sondern im Gegenteil sehr verletzlich sind. Sei es durch das Schwinden der eigenen Kraft infolge des Älterwerdens oder aufgrund schmerzhafter Verluste durch den Tod geliebter Menschen.
Auch die aktuelle weltpolitische Lage oder die veränderten Lebensbedingungen aufgrund der Pandemie lassen wenig Raum für Unbeschwertheit.
Und doch versteckt sich die Sorglosigkeit der Kindheit irgendwo in uns. Sie ist noch da und es ist wichtig, die Momente der Leichtigkeit zumindest hin und wieder zu erspüren. Unbeschwertheit finden wir in der Gedankenlosigkeit – wenn wir für kurze Augenblicke den Verstand abstellen und mehr ins Spüren kommen. Das gelingt vielen Menschen besonders gut in der Natur.
Ein einzelnes Rotkehlchen sitzt im Baum und singt geradezu inbrünstig. Ein gelassen wirkender Käfer klettert unbeirrt durch die Grashalme. Zwei Eichhörnchen springen wie Artisten durch die Bäume, rasend schnell und unglaublich geschickt. Und eine dicke Hummel – man möchte meinen, ihr Körperbau sei zum Fliegen ungeeignet – torkelt fröhlich von Blüte zu Blüte.
Es scheint egal, was passiert in der Welt – die Natur macht einfach weiter. Und das lautstarke Zwitschern der Vögel am Morgen – manchmal wirkt es wie zum Trotz!
Foto: AdobeStock #279461657 von Daniel

Besuch der Firmlinge aus Recke

„Tod und Trauer“ so lautete das Projekt der Firmlinge aus Recke

Anfang November 2021 waren rund 50 Firmlinge der Pfarrei St. Dionysius in unserem Abschiedshaus „Seorsum“ und beschäftigten sich ausgiebig mit diesem Thema - ohne Berührungsängste und außerordentlich lebhaft. Und das in einem Abschiedshaus, das man sonst nicht gern betritt.

Steffen Hackmann hat zusammen mit Pastoralreferentin Eva Rüschen sowie Magdalene Heitkamp und Brigitte Casser vom Hospizverein Ibbenbüren und Ulla Bücker vom Hospizverein Raphael aus Recke die Themen Sterben, Tod und Trauer mit den Firmlingen behandelt bevor es am Samstag und Sonntag Nachmittag zur kreativen Arbeit wechselte und die Särge sowie kleine Kreuze zu diesen Themen bemalt wurden.

Frau Rüschen war besonders wichtig die Worte „Ich glaube an die Auferstehung der Toten und das ewige Leben“ in den Fokus zu rücken. Die Aufgabe, ein Bild zum Thema Tod und Auferstehung zu malen, gab es nach den Theoriestunden. Diese unterschiedlichen und mit viel Mühe gemalten Bilder hängen momentan in unserem Gebäude aus und später in der alten Leichenhalle in Recke. Die  bemalten Kreuze werden in der Firmung gesegnet. Die Särge werden für Ordnungsamtbestattungen genommen, um so dem Verstorbenen etwas buntes und fröhliches mitzugeben.

Wir danken der Firma Heuing aus Püsselbüren für die farbliche Unterstützung und freuen uns, dass es so gut von den Jugendlichen angenommen wurde.

Willkommen im Team!

Jette Schöpper

Schon als kleines Mädchen war der Berufsweg als Krankenschwester oder Tierärztin keine Option.

Hallo, mein Name ist Jette Schöpper und ich bin ab dem 01.08.2021 die neue Auszubildende im familiären Team von Bestattungen Hackmann.

Ich bin sehr glücklich diesen Beruf erlernen zu dürfen, denn mich interessiert das Thema Tod schon seit meiner KIndheit. Viele junge Leute denken garnicht an solche Themen und auch Erwachsene verdrängen gern die Sterblichkeit.

Nachdem ich erfolgreich mein Fachabitur abgeschlossen habe, freue ich mich nun auf diese neue Herausforderung.

Wir begrüßen Jette ganz herzlich und wünschen ihr alles Gute für die Ausbildung.

Ausbildung zur Bestattungsfachkraft (m/w/d)

Du wünscht dir einen abwechslungsreichen Arbeitsalltag mit kaufmännischen und handwerklichen Bereichen und möchtest in einem Familienunternehmen mit freundlichem Arbeitsklima die vielseitigen Aufgaben des Bestatters erlernen?
 
Du bist einfühlsam, erledigst selbstständige Arbeiten zuverlässig und verantwortungsbewusst? Du bist psychisch und physisch belastbar, hast ein freundliches und gepflegtes Erscheinungsbild und beherrschst die deutsche Sprache in Wort und Schrift? Du bist lernwillig, motiviert, teamfähig und kreativ?
 
Dann bewirb dich bei uns um einen Ausbildungsplatz zur Bestattungsfachkraft (m/w/d) zum 1. August 2021.
 
Du wirst in einer dreijährigen Ausbildung in allen Bereichen des Bestatterberufes in unserem zertifiziertem Meisterbetrieb von einem qualifizierten Ausbilder in Einklang mit der Ausbildungsverordnung für Bestattungsfachkräfte umfassend praktisch ausgebildet. Die duale Ausbildung erfolgt im Ausbildungsunternehmen und in der Berufsschule. Überbetriebliche Lehrlingsunterweisungen werden im Bundesausbildungszentrum der Bestatter in Münnerstadt durchgeführt.
Wir freuen uns auf deine Bewerbung mit aussagekräftigen Unterlagen an:
 
Bestattungen Hackmann GmbH & Co. KG
Bergeshöhe 111
49477 Ibbenbüren
 
oder per E-Mail an:
 
info@bestattungen-hackmann.de

Ausbildung beendet

Ausbildung abgeschlossen

Lara Molano hat erfolgreich die Ausbildung zur Bestattungsfachkraft abgeschlossen.

Nach Tim Winkler-Schäfer (2008) und Steffen Hackmann (2013) ist Lara die dritte Auszubildende zur Bestattungsfachkraft in unserem Unternehmen und zusätzlich die erste weibliche Auszubildende zu Bestattungsfachkraft in Ibbenbüren.

Die seit 2003 existierende Ausbildung beträgt 3 Jahre und ist eine duale Ausbildung, welche im Unternehmen und in der Berufsschule erfolgt. Die überbetrieblichen Unterweisungen werden im Bundesausbildungszentrum der Bestatter in Münnerstadt durchgeführt.

Lara Molano hat aufgrund ihres Abiturs die Ausbildung auf 2 Jahre verkürzt und mit Auszeichnung der staatlichen Berufsschule Bad Kissingen abgeschlossen.

Zu unserem Bedauern verlässt sie unser Unternehmen und fängt eine neue Stelle im Süden Deutschlands an. Wir wünschen ihr auf ihrem weiteren Weg beruflich wie auch privat viel Erfolg und alles Gute.

Bestattermeister

Bestattermeister

Steffen Hackmann hat mit seinen erst 23 Jahren bereits die Weiterbildung zum Bestattermeister vor der Handwerkskammer Düsseldorf erfolgreich abgelegt. In einem Intensivkurs in der Handwerkskammer Osnabrück hat er sich im Theorieunterricht die wirtschaftlichen, kaufmännischen und rechtlichen Kenntnisse angeeignet. Die Ausbildereignung, welche ebenfalls zur Meisterausbildung gehört, wurde durch eine theoretische wie praktische Prüfung sehr erfolgreich erworben.

In 560 Unterrichtsstunden, verteilt über elf Module, hat Steffen im Jahr 2019 sein Fachwissen in Themen wie Trauerpsychologie, Trauerrituale, Kremationstechnik, Friedhofsbetrieb, Thanatopraxie, Rechtslehre, wissenschaftliches Arbeiten, Marketing, Präsentation, Führung, Personalwirtschaft und Qualitätsmanagement erweitert.

Im Frühjahr 2020, durch die Corona Pandemie bedingt etwas verzögert, wurde vor der Handwerkskammer Düsseldorf dieses Fachwissen in mehreren theoretischen wie praktischen Prüfungen erfolgreich bewiesen. „Ich freue mich, den Qualitätsstandard aufrecht zu erhalten und durch meinen Meistertitel weiter anzuheben. Zusätzlich die Möglichkeit einer Ausbildung für die nächsten Jahre zu gewährleisten.“